Deejays, DJ-Technik und Co.

5. Januar 2011

Gerade bin ich auf Virtual Nights auf einen interessanten Artikel anlässlich dem dreißigsten DJ-Jubliäum von Sven Väth gestossen. Sven führt ausgiebig aus warum er immernoch mit Vinyl auflegt und warum er eine gewisse Gefahr im digitalen DJing mit Traktor, Ableton und Co sieht. Im großen und ganzen ist Herrn Väth auch voll und ganz Zuzustimmen, da aufgrund von Midiclock, Autosync und natürlich auch der Möglichkeit fast jegliche Musik illegal Downloaden zu können die Gefahr immer größer das Leute DJ spielen, die weder die musikalischen Fähigkeiten haben, noch die verstanden haben welchen Stellenwert Musik für manche Menschen in ihrem Leben einnimmt.
In meinem Bekanntenkreis gibt es einen “DJ” der bis jetzt noch keinen Track käuflich erworben hat, aber sich nicht schämt dreistellige Gagen zu verlangen. Das Prinzip, dass man, wenn man mit Musik Geld verdienen will, diese auch bezahlen sollte, hat er bis heute noch nicht begriffen. Wenn man dazu noch nimmt, dass genau dieser genannte “DJ” auch noch mit Traktor (das ohne Scratch) spielt, weil er dem beatmatchen nicht wirklich mächtig ist, dann ist man genau wieder bei Sven angekommen.
Betrachtet man nun noch die vielen “Underground-DJs”, die eigentlich nichts anderes machen als Playlisten von Bigplayern wie Ritchie Hawtin oder Riccardo Villalobos zu reproduzieren und damit aufpimpen 3 Effektbänke hintereinander über den Sound zu schalten, könnte einem Angst und Bange um das Handwerk des Deejays werden.
Als DJ, ob nun mit “szenigeren” Sound wie Sven Väth und Richtie Hawtin, oder aber auch mit einem “kommerzielleren” Sound, wie in meinem Fall, sollte man immer darauf achten einen Spannungsbogen aufzubauen, einem Set eine eigene Handschrift zu verpassen und immer wieder versuchen das Publikum zu überraschen. Leider überraschen mich mittlerweile die meisten DJs nur mit Einfallslosigkeit und extremer Hitdichte. Diese Zeilen sollen übrigens keine Selbstbeweihräucherung meiner eigenen Skills werden, denn auch ich stehe des öfteren auf Partys und denke mir “F**k, auf die Idee wäre ich nie gekommen” oder stehe neben einem DJ und denke mir “Oh mein Gott, wie geht denn der an den Decks ab!”. Für mich sind solche Erlebnisse dann immer wieder Ansporn besser zu werden und meine persönlichen Ansprüche an mich selbst wieder ein Stück nach oben zuschieben. Wie das andere DJs handhaben kann ich nicht beurteilen, aber wenn man sich bezüglich seiner Skills in Selbstzufrieden suhlt, dann tritt Stagnation ein und diese ist ja bekanntlich die erste Stufe zum Rückschritt. Ein Anfang wäre es wenn Newcomer-Deejays mit ihren ersten Auftritten in der Partywelt eventuell so lange warten würden, bis sie ihr Handwerk zumindestens technisch beherrschen und auch auf legalen Weg die Musik mit der sie das Publikum unterhalten wollen erworben haben, ob nun als MP3-Download oder auf Vinyl. Das Interessante ist, daß meistens genau diese Leute sich in ihrem Privatleben über ihre Chefs und Firmen echauffieren, das sie zuwenig Geld verdienen für ihre Arbeit, aber ohne mit der Wimper zu zucken, mit illegalen Downloads, Musikern und Labels ihre Lebensgrundlage rauben um den eigenen Gewinn zu optimieren.
Um aber wieder zu dem Artikel zurückzukommen, will ich hier nochmal kurz erwähnen, dass ich kein Problem damit habe, wenn Leute mit Ableton, Traktor usw. auflegen, solange sie damit kreativ sind und ihre Skills auf eine andere Ebene heben.
Auch kann ich Sven’s Argumentation bezüglich des Klangs von Vinyl nachvollziehen, dem aber entgegenhalten, dass man den Unterschied auf ca. 99% der Heimanlagen und 90% aller Club- und Veranstaltungs-PAs eh nicht hört. Wenn man dann noch den preislichen Nachteil und die Verfügbarkeit von Vinyl und das Gewicht betrachtet (wer mal ein 80er Record-Case und dagegen ein 300er CD-Wallet gehoben hat, weiß wovon ich spreche), und sich mal die kreativen Möglichkeiten anschaut, die einem digitales DJing bietet, ob nun Trakor & Co oder CD-Player, so fällt die Bilanz von Vinyl vernichtend aus. Der einzige Vorteil, der mir wirklich einfällt, ist dass ein Vinyl-DJ dazu gezwungen ist Musik auch wirklich zu kaufen.
Welche Technik nun ein DJ benutzt, ist ihm selbst überlassen. Aber meiner Meinung nach sollte er dabei “real” bleiben, die Grundtechniken beherrschen und die Musik legal erworben haben. Darüber hinaus sollte er natürlich DJ aus Liebe zur Musik sein und nicht aus Geltungsbedürfniss oder um kleine Mädchen abzuschleppen.

So, und nach all den ernsten Gedanken noch etwas lustiges zum Thema:

Fr. 07.01.11: nightwax pres. Torso-House-Lounge at S-Club

2. Januar 2011

Der Jahreswechsel ist vollzogen und alle Nachwehen sind auskuriert. Alle guten Vorsätze sind über Bord geworfen und man fragt sich natürlich wo denn die nächste Party geht. Für alle Freunde von House-Music hat da der S-Club gleich am ersten Wochenende im Jahr ein dicke Party am Start. Nadia Lengert, ihreszeichen eine Hälfte der Female Deejays, kommt nach Fulda und wird ihre Skills an den Turntables unter Beweis stellen. Außerdem wird Daniel Mendez, der Gewinner des letztjährigen Nightwax-DJ-Search, seine Premiere an den S-Club-Decks feiern. Als Dritter im Bunde werde ich mich noch dazugesellen und ab 3 Uhr nochmal auf das Gaspedal treten. Und als absolutes Highlight werden noch die Club-Fiction-Tänzerinnen ihre sexy Hinterteile über die Bühne schwingen. Das Ganze startet wie immer um 23:00 Uhr und bis 00:30 kostet es nur 5,- € Eintritt, danach dann 8,- €. Freut euch auf eine unvergessliche Nacht mit rockenden Housebeats im S-Clubs.

Und wie immer gilt: Kurze E-Mail an info(at)nutzedienacht.com bis Freitag 14:00 Uhr und mit etwas Glück stehst du auf der Gästeliste.

Goodbye 2010, Welcome 2011!!!

30. Dezember 2010

Wieder ist ein Jahr vorbei und wie zu jedem Jahreswechsel geht man in sich und reflektiert die Ereignisse des vergangenen Jahres und macht sich für das neue Jahr gute Vorsätze aufgrund der gewonnenen Erfahrungen. Die meisten guten Vorsätze sind zwar nach der ersten Party im neuen Jahr wieder Geschichte, aber aus manchem Erlebnis gewinnt man dann doch bleibende Erfahrungen.
Bevor ich aber beginne zu Philosophieren will ich hier mal kurz über ein paar Höhepunkte des vergangenen Jahres schreiben:
Musikalischen waren natürlich die gemeinsamen Gigs mit den “Bingo Players” und “Muzzaik” an den Turntable des S-Clubs herausragende Ereignisse. Aber auch die vielen Bookings in anderen Städten wie Mainz, Marburg, Wiesbaden oder Alsfeld waren auf ihre Weise sehr interessant.
Ein absoluter Höhepunkt von der amüsanten Art war der gemeinsame Auftritt mit den beiden CocoonClub-Residents Marco Sönke & Alex “Stadi” Stadler im Kirmeszelt von Borsch. Noch heute muss ich schmunzeln, wenn ich an den Abend denke.
Auch sind mir noch die beiden Gastspiele in Marburg, die mir den inoffiziellen Titel des “Marburger Schneekönigs” eingebracht haben, gut in Erinnerung, da bei beiden Terminen pünktlich zur Anreise ein Blizzard losbrach und ich im Schneechaos auf der Autobahn steckte. Trotzallem waren es phantastische Partys mit einer coolen Crowd und sehr netten Support seitens des Clubs.
Natürlich muss ich hier auch die vielen durchrockten Nächte in meiner Heimat erwähnen, ob bei “BacktoHouse” im klubHaus oder bei “Yeah!” und der “Torso-House-Lounge” im S-Club, es war immer super.
Aber auch musikalisch war 2010 ein sehr interessantes Jahr. Auf der einen Seite konnte man das langsame Ende des Minimal-Hypes beobachten, auf der anderen Seite verschmolzen House & Blackmusic immer mehr, was in solch furchtbaren Werken wie “Time of my Life” von den Black Eyed Peas gipfelte. Eigentlch konnte man festellen dass alle Tracks in deren Titel “David Guetta feat.” bzw. “feat. David Guetta” musikalisch furchtbar waren, allerdings kommerziell extrem erfolgreich, weshalb man als DJ auch nicht wirklich an ihnen vorbeikam. 2010 war aber auch eindeutig das Jahr des DirtyDutch-Sounds, dessen Protagonisten so manchen Knaller auf den Dancefloor losgelassen haben. Ich bin mal gespannt was 2011 so passiert…
Am Ende möchte ich mich noch kurz bei dem S-Club-Team, der Nightwax-Truppe rund um Mark Hartmann, bei Marco Sönke und den restlichen Envy-Mannschaft, den Jungs und Mädels von BigCityBeats, bei meinen Freunden und natürlich allen Partypeople für ein wunderbares Jahr 2010 bedanken. Auf ein neues, rockendes 2011!!!

Mein Nightwax-Set jetzt auch endlich im Blog…

16. Dezember 2010

Nightwax dirksauer 20112010 by DirkSauer

Verzeih ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun…

12. Dezember 2010

So, oder so ähnlich war am Freitag der Ausspruch des Resident-DJs eines Mainzer Clubs als er mich während meines Sets im Auftrag der Geschäftsleitung abwürgen musste. Jetzt fragt man sich natürlich “Was hat der Sauer in dem Club falsch gemacht?” Die Antwort: “Nichts!” Die Tanzfläche war voll, die Gäste tanzten und feierten ausgelassen. Nur dem Besitzer gefiel der Sound nicht. Da drängt sich dem geneigten Leser natürlich sofort die Frage auf “Was hat der Sauer den für’n komisches Zeugs gespielt?” Die Antwort: “Das wofür er gebucht wurde: Pumpin’-Housetunes, rockende Remixes und eine Spur Dirty-Dutch”.
Das Ende der Geschichte war, daß nachdem der bemitleidenswerte Resident-DJ wohl die 10 Alltime-Favorites der Geschäftsführung gespielt hatte und ich wieder übernehmen sollte, das Bild ein komplett umgekehrtes war. Geräumte Tanzfläche, geräumter Club, feiernde Geschäftsführung. Herzlichen Glückwunsch!
Ich habe wirklich kein Problem damit wenn die Geschäftsführung interveniert wenn ich einen schlechten Job mache, aber in diesem Fall kann man leider wirklich nur den Kopf darüber schütteln, wie von den Leuten, deren Interesse eine rockende Party sein sollte, diese aufgrund von persönlichen Geschmacks vollkommen gegen die Wand gefahren wurde!

New Set online!

20. Oktober 2010

Club Emotions 08.10.2010 1 Dirk Sauer by DirkSauer

“Osthessisch-Rave-Cosa Nostra” strikes back…

20. Oktober 2010

Nachdem mein Geburtstag ausgiebig im S-Club begossen und alle Nachwehen ausgestanden sind wird es Zeit einen Blick auf die sich anbahnenden Ereignisse zu werfen. Ein erster paukenschlag findet am 22.10. im Klangkeller zu Fulda statt. Szene-Urgestein streift sich das Moos aus den Gelenken und lädt zu seinem 18. DJ-Jubiläum in den intimen Kellerclub. Dieser Abend wird auch gleichzeitig meine offizielle Premiere an den Turntables im Klangkeller. Mir zur Seite stehen Jubilar Milu, 180Grad-Resident Ryan House und viele andere (hoffentlich) fantastische DJs.
Der nächste Knaller wird der Besuch meiner Favorite-Producers Muzzaik im S-Club sein. Am 05.11. rocken die beiden Jungs aus Budapest zusammen mit Marco Sönke und mir den Laden.
Tagsdrauf gehts dann gleich weiter nach Alsfeld zum Pure Club in die Stadthalle, wo ich zusammen mit Terri B und Oli Roventa spielen werde.
Und wem das alles noch nicht reicht, kann mich dann am 20.11. auf Planet Radio bei Nightwax hören. Also, freuen wir uns auf einen heissen Herbst…

Alle Jahre wieder…

27. September 2010

Der Jahrestag meiner Geburt rückt mal wieder unaufhaltsam näher und wie jedes Jahr feiere ich meinen Geburtstag in meiner Homebase, dem S-Club im Fulda. Am 08. Oktober um 23:00 starten wir in eine Nacht voller rockender Housebeats und dirty groovender Elecrotunes! Neben einem speziellen Geburtstagsset von mir werden noch Markus Gardeweg und DJ Sonic an den Decks stehen.
Der Hamburger Markus Gardeweg ist als A&R von Kontor Records u.a. für die Veröffentlichungen von u.a. Die Atzen, Lexy & K-Paul und Moonbootica verantwortlich. Er releast exklusiv über itunes die Compilation „In The Box 1-3“, in denen der DJ-Globetrotter Gardeweg „Housemusic at it’s best“ auf die Plattenteller legt und damit weltweit erfolgreich ist. Seine bisherigen Gastspiele im S-Club Fulda sind als exzessive Party-Highlights in Erinnerung.
Seit längerem mal wieder in seiner Heimatstadt Fulda an den Turntables ist Heiko Wuscher aka DJ SONIC, der deutschlandweit „dirty groovy ass-shakin’ House Music“ zum Besten gibt und mit seinen Produktionen „Tell Me R U Ready“ (Sonic & Jam) und „Che Guevara“ (Sonic vs. Taste T.) auch in den Dance-Charts für Aufsehen sorgte.

Don’t ask me to play HipHop!

22. September 2010

“Ey Alter, mach ma’ HipHop, dann geht hier richtig Party!” Diesen, oder ähnliche Ausprüche hab ich in den letzten Jahren öfters am Dj-Pult zu hören bekommen. Da es sich als schwierig erwiesen hat, solchen Gästen zu erläutern, dass sie sich auf einer House-Party befinden und dass die Wahrscheinlichkeit, dass ich HipHop spiele ähnlich hoch ist wie die, dass ich Volksmusik spiele, habe ich mir überlegt ein T-Shirt drucken zu lassen, dass diese Frage von Anfang an klärt. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass der Rezipient des Lesens und der englischen Sprache mächtig ist, aber ich werde zu gegebener Zeit über die Erfolge bzw. Mißerfolge berichten. Falls jemand Interesse an dem T-Shirt hat, kann er eine kurze E-Mail an info(at)nutzedienacht.com schicken.

Nightwax is back!!!

20. September 2010

Nach einem Jahr Pause gibt es endlich wieder eine Nightwax-Releaseparty im S-Club! Wer mal eine besucht hat, weiß was das bedeutet: Ausnahmezustand und zwar sowohl an der Tür als auch auf der Tanzfläche. Angeheizt von den sexy Nightwax-Dancern feuern euch die Djs die besten Housebeats um die Ohren. Für dieses Unterfangen sind diesmal Wild-Obsession-Resident Sebastian Serrano, Pascal Nury, DJ Spy aus Marburg, sowie meine Wenigkeit zuständig! Ich empfehle frühes Kommen um unnötiges in der Schlage stehen zu vermeiden.

Wie immer gilt: Gästelisteanfragen bis Freitag 14:00 an “info(at)nutzedienacht.com”. Vielleicht habt ihr ja Glück ;-)

Lasst uns zusammen Fulda zum Beben bringen…